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27.02.2026 - Landkreis Freising

Start der Übergangspflege im Landkreis Freising

(Foto: Landratsamt Freising)

Stärkung der Strukturen durch neue Versorgungsquartiere


Das Schaffen und Fördern positiver Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger über alle Generationen hinweg ist ein zentrales Ziel des Landratsamt Freising.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung stellt sich der Landkreis seiner Verantwortung in der Kommunalen Daseinsfürsorge und bündelt seit Jahresbeginn die Sozialplanung, den Pflegestützpunkt sowie die Förderung der Leistungen der Daseinsfürsorge im Sachgebiet 24 „Soziales und demografische Entwicklung“.

Im Rahmen eines Pressegesprächs beim Malteser Hilfsdienst Freising wurde nun ein erster wichtiger Schritt vorgestellt: die Einführung einer Notfall- und Übergangspflege für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Freising.

Notfall- und Übergangspflege schließt Versorgungslücken


Ab April werden zwei Pflegekräfte der Malteser Freising bereitstehen, um in Notfällen und Übergangssituationen unbürokratisch Hilfe zu leisten. Die Übergangspflege unterstützt pflegebedürftige Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn pflegende Angehörige kurzfristig ausfallen. Die Leistung ist auf bis zu fünf Tage (Montag bis Freitag) begrenzt und für Landkreisbürgerinnen und -bürger kostenfrei.

Ziel ist es, Versorgungslücken zu schließen, bis eine langfristige Lösung – etwa durch einen ambulanten Pflegedienst oder die Beantragung eines Pflegegrades – organisiert ist. Dabei werden Betroffene und Angehörige auch bei den ersten Schritten in der häuslichen Pflege begleitet und geschult. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt stellt sicher, dass im Anschluss eine nachhaltige Versorgung aufgebaut wird.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt. 70 Prozent der Kosten werden über die „Gute Pflege Förderrichtlinie“ des Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) gefördert, 30 Prozent trägt der Landkreis Freising. Insgesamt unterstützt der Freistaat das Projekt mit rund 437.000 Euro.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach betont: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass pflegebedürftige Menschen in Bayern am Wohnort die Versorgung und Betreuung bekommen, die sie benötigen und die sie sich wünschen. Der Landkreis Freising hat dies erkannt und mit einem beispielgebenden Gesamtkonzept Maßstäbe gesetzt. Ich freue mich, dass wir dieses Projekt mit einer Förderung in Höhe von rund 437.000 Euro unterstützen können, und wünsche einen guten Start.“

Landrat Helmut Petz erklärt: „Ausgangspunkt waren die demografischen Entwicklungen. Wir müssen jetzt handeln und vor der Welle bleiben. Die Übergangspflege ist eine reale Hilfe in Notfällen. Alles zusammen ergibt ein stimmiges Gesamtbild – damit es nach dem Aufenthalt im Klinikum gut weitergeht. Es ist ein wichtiger Mosaikstein in unserer Gesamtstrategie.“

Sozialamtsleiter Werner Wagensonner ergänzt: „Die Übergangspflege ist eine niederschwellige Entlastung beim Übergang vom Krankenhaus nach Hause – eine Art Lückenfüller, bis ein ambulanter Pflegedienst organisiert ist.“

Stefan Lackner, Leiter Soziale Dienste der Malteser in Freising, betont: „Wir beginnen mit zwei Pflegekräften und können so den konkreten Bedarf ermitteln. Das Angebot kann bis zu fünfmal, von Montag bis Freitag, in Anspruch genommen werden.“

Nächster Schritt Versorgungsquartiere: Aufbau einer Versorgung vor Ort


Neben der Übergangspflege setzt der Landkreis 2026 auf den schrittweisen Aufbau einer Versorgung vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Ziel ist eine gemeinsame Pflegeplanung direkt vor Ort. Kommunen sollen – unterstützt durch den Landkreis – zum zentralen Planungsort für alle Akteure werden.

Dabei geht es um die Vernetzung sozialer Angebote, Pflege, Gesundheit, Bildung, Nachbarschaftshilfe und Infrastruktur. Fördermöglichkeiten sollen gezielt genutzt, seniorengerechte Angebote ausgebaut, Nahversorgung gesichert und präventive Pflegeangebote gestärkt werden. Ziel ist es, soziale Probleme frühzeitig zu erkennen, Teilhabe zu stärken und Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Umfeld zu ermöglichen.

Landrat Helmut Petz unterstreicht: „Wichtig sind kurze Wege bei der gegenseitigen Unterstützung. Eine intakte Infrastruktur erspart unnötige Wege. Die Menschen fühlen sich zu Hause wohl und wollen möglichst lange aktiv und gesund bleiben – Aktivität ist das Kennzeichen des Lebens.“

Für den Aufbau der Strukturen konnte der Landkreis eine begleitende Fortbildung durch die humanQ gGmbH gewinnen. Gefördert wird diese durch die Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung, die 80 Prozent der entstehenden Kosten übernimmt – ein starkes Signal der Anerkennung für das Engagement des Landkreises im Bereich zukunftsfähiger Versorgungs- und Quartiersentwicklung.

Bestehende Strukturen als starke Basis


Der Landkreis Freising baut dabei auf eine Vielzahl bewährter Angebote auf. Seit 2022 besteht ein Pflegestützpunkt in Freising mit Zweigstellen in Neufahrn, Au/Hallertau und Moosburg. Hinzu kommen Fachstellen für pflegende Angehörige von Caritas und Arbeiterwohlfahrt, die Koordination ehrenamtlicher Wohnraumberatung, Investitionskostenzuschüsse für Pflegedienste, die Freisinger Demenztage, die Gesundheitsregion+ sowie das Klinikum Freising.

Mit der Einführung der Übergangspflege sowie dem Aufbau der Versorgung vor Ort setzt der Landkreis Freising konsequent auf eine vorausschauende Pflegepolitik und stärkt nachhaltig die Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger.

Foto:


Übergangspflege und Versorgungsquartiere: Sozialamtsleiter Werner Wagensonner (v.li.), Landrat Helmut Petz, Stefan Lackner (Malteser, Leiter Soziale Dienste), Sebastian Oberpriller (Malteser, Kreisgeschäftsführer) und Herbert Eder (Malteser, Bezirksgeschäftsführer) informierten zu den Themen Übergangspflege und Versorgung vor Ort.

Quelle: Landratsamt Freising

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