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09.01.2026 - Landkreis Freising

Gefährlicher Mittlerer Isar-Kanal: Vorsicht beim Gassigehen

(Foto: Wasserwacht Erding)

Hund, Halter und Retter in Lebensgefahr


Der mittlere Isar-Kanal ist kein harmloser Spazierweg. Immer wieder müssen die BRK-Wasserwacht und die Feuerwehren zu Einsätzen ausrücken, nachdem Hunde ins Wasser geraten waren und ihre Halter versuchten, ihnen hinterherzuspringen oder beim Rettungsversuch des Tieres hineinrutschten. Allein in diesem Jahr kam es bereits zu zwei solchen Einsätzen – mit teils erheblicher Gefahr für alle Beteiligten.

So verständlich der Wunsch ist, dem eigenen Hund sofort zu helfen: Wer im mittlere Isar-Kanal ins Wasser geht, bringt sich selbst in akute Lebensgefahr. Die Strömung, das kalte Wasser und die überwiegend ausgekleideten Wände sowie teilweise schwer zugängliche Ufer machen Rettungsversuche durch Laien extrem gefährlich. Besonders in den Wintermonaten kann ein Sturz ins Wasser lebensbedrohlich sein und im schlimmsten Fall tödlich enden.

Dabei wird häufig unterschätzt, dass auch angeleinte Hunde ein Risiko darstellen. Hunde besitzen einen natürlichen Jagdtrieb. Werden beispielsweise Enten oder andere Wasservögel durch Spaziergänger aufgeschreckt, kann es passieren, dass ein Hund plötzlich nachsetzt. Gerät ein größerer oder kräftiger Hund dabei in die Strömung des Isarkanals, besteht die Gefahr, dass er seinen Halter mit ins Wasser reißt. Innerhalb weniger Sekunden entsteht so eine lebensbedrohliche Situation für Mensch und Tier.

Zusätzlich erhöhen winterliche Bedingungen die Gefahr erheblich. Schnee und Eis machen den Uferbereich rutschig, zudem können Gefahrenstellen wie steile Kanten, Böschungsabbrüche oder unebener Untergrund durch Schnee verdeckt und für Spaziergänger nicht erkennbar sein. Ein Ausrutschen oder Fehltritt kann dann unmittelbar zum Sturz ins Wasser führen.

Kommt es dennoch dazu, dass ein Hund in den Isarkanal fällt, gilt: Niemand darf sich selbst in Gefahr begeben. Eigenständige Rettungsversuche aus dem Wasser können die Lage dramatisch verschärfen. Stattdessen sollte umgehend der Notruf 112 verständigt werden. Darauf weisen Edgar Scholz, Vorsitzender der Kreiswasserwacht sowie Markus Sedlmeir, Sprecher des Kreisfeuerwehrverband Erding e.V. ausdrücklich hin. „Unsere Einsatzkräfte verfügen über die notwendige Ausbildung, Ausrüstung und Erfahrung, um Menschen und Tiere möglichst sicher zu retten“.

Jeder dieser Einsätze fordert und gefährdet zudem die ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserwacht. Sie riskieren ihre Gesundheit und opfern ihre Freizeit. Gleichzeitig entstehen erhebliche Kosten – oft in Situationen, die durch verantwortungsbewusstes Verhalten vermeidbar wären.

Die klare Botschaft von Feuerwehr und Wasserwacht lautet daher:


Vermeidung statt Rettung. Spaziergänge am Isarkanal dürfen nur mit gut erzogenen, zuverlässig kontrollierbaren Hunden erfolgen – und immer mit ausreichend Abstand zum Wasser. Unachtsamkeit kann hier fatale Folgen haben.

Feuerwehr, Wasserwacht und Rettungsdienst sind im Notfall selbstverständlich zur Stelle. Umso wichtiger ist es, durch verantwortungsbewusstes Handeln dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu solchen gefährlichen Situationen kommt.

Quelle: Bayerisches Rotes Kreuz - Kreisverband Erding

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