Lieber Leser, unsere Seite finanziert sich durch Werbeeinnahmen und die deshalb angezeigten Werbebanner. Helfen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker ausschalten.
Werbung
Das Informationsportal für Stadt und Landkreis Freising
Allershausen: CSU-Bürgermeisterkandidatin legt 7-Punkte-Plan vor
Hinweis zu politischen Pressemitteilungen
Dieses Regionalportal ist neutral und unabhängig. Wir veröffentlichen Pressemitteilungen aller Parteien und Organisationen mit regionalem Bezug. Der Inhalt dieser Nachricht spiegelt nicht die Meinung des eigenen Redaktionsteams wider. Weitere Informationen...
Bild: Archiv - rm
Unser Dorf soll leben – Konzept für einen vitalen Ortskern
Bianca Kellner-Zotz will aktiv gegen die Erosion der Allershausener Ortsmitte vorgehen. Der dafür entwickelte 7-Punkte-Plan zielt auf ein starkes kommunales Engagement beim innerörtlichen Flächenmanagement sowie auf Investitionspartnerschaften mit Grundstückseigentümern und Unternehmen.
„Wir haben in kurzer Zeit einen zentral gelegenen Supermarkt, eine Apotheke und eine alteingesessene Dorfwirtschaft verloren. Damit fehlt es an wichtigen Nahversorgungseinrichtungen. Die Folge ist eine Verschlechterung der Lebensqualität, vor allem für ältere und weniger mobile Bürger“, so CSU-Bürgermeisterkandidatin Bianca Kellner-Zotz.
Zwar sei im Gebewerbegebiet grundsätzlich ein breites Angebot vorhanden, der innerörtliche Verkehr nehme jedoch zu, wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung für den Einkauf ins Auto steige. Zudem würden die für soziale Nachhaltigkeit so wichtigen Begegnungsorte im Ortskern zusehends erodieren.
Sie hat deshalb einen 7-Punkte-Plan zur Ortsentwicklung erarbeitet. Dieser sieht vor:
Die verstärkte Integration von Vorverkaufsrechten für die Gemeinde in die Flächennutzungspläne.
Die Prüfung von Ankäufen bei Gebäuden bzw. brach liegenden Flächen in der Ortsmitte sowie die Bildung von Investitionspartnerschaften mit Grundstückseigentümern und Unternehmen.
Die Ausnutzung von Digitalisierungspotenzialen, etwa durch Aufstellen von Terminals für die Medikamentenbestellung oder 24/7 Smart Stores in den Ortsteilen.
Die Auslobung eines Bürger-Budgets für Maßnahmen zur Ortsentwicklung.
Die Prüfung von Nachnutzungsmöglichkeiten bei frei werdenden Gebäuden (auch im Hochwassergebiet), z.B. Nutzungsänderungen, die auch Vereinsaktivitäten berücksichtigen.
Die Bewerbung um Förderprogramme (z.B. „Lebendige Zentren“), die auf öffentlich-private Projektfonds ausgerichtet sind.
Die Prüfung von Genossenschaftsmodellen, um die Bürger an der Entwicklung der Ortschaft zu beteiligen und gleichzeitig einen „Ausverkauf“ zu verhindern.
„Wir müssen jetzt aktiv werden, um unseren Ortskern neu zu beleben. Die Digitalisierung kann dabei eine große Chance sein“, erklärt Kellner-Zotz. Darüber hinaus sei es aber nötig, direkt auf potenzielle Investoren und Partner zuzugehen. Beispiel Apotheke: „Die Kranich-Apotheke im Gewerbegebiet hat von sich aus ihren Lieferdienst ausgeweitet. Sie ist zusätzlich bereit, ein Terminal für die Rezeptbestellung im Ort aufzustellen und hier Kooperationen mit anderen Gewerbetreibenden einzugehen. “ Dafür müssten aber die Rahmenbedingungen stimmen. Und die könne die Kommune schaffen.
Das gelte auch beim Flächenmanagement. „Wenn es möglich ist, dass die Gemeinde Flächen sichert, um die Nutzung für die Nahvervorgung zu erhalten, dann sollte sie es tun.“ Das bedeute nicht, dass die Gemeinde selbst privatwirtschaftlich handeln wolle. „Aber wir erhalten uns die nötigen Potenziale, um unseren Ortskern selbst zu gestalten.“ Parallel könne man Nahversorger und Dienstleister gezielt ansprechen, um Partnerschaften einzugehen. „Derzeit sehen wir der Entwicklung zu. Es muss gelingen, gestaltend einzugreifen.“
Die Ortsentwicklung ist ein Thema, das sämtliche Landkreis-Gemeinden bewegt. Die CSU-Ortsverbände Allershausen und Kranzberg organisieren deshalb am 15. Januar 2026 eine Veranstaltung mit dem Titel „Unser Dorf soll leben! Wie kann Nahversorgung im Ortskern sichergestellt werden?“ Referent ist Bernd Ohlmann, Geschäftsführer und Pressesprecher beim Handelsverband Bayern.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr beim Metzgerwirt in Kranzberg. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierten sind herzlich eingeladen!
Am gestrigen Dienstag wurde eine 41-jährige Frau in Haag an der Amper an ihrer Haustüre mit einer augenscheinlichen Schusswaffe bedroht und ausgeraubt.