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06.12.2018 - Freising

Von Freising nach Malta

Juliane Reitmeier
Juliane Reitmeier
Die Kultur und den Arbeitsalltag einmal anderswo kennenzulernen, ist für junge Menschen eine spannende und wichtige Erfahrung. Juliane Reitmeier, Krankenpflegschülerin am Klinikum Freising, hat diese Chance genutzt und einen Monat auf Malta gearbeitet.

Als Bestandteil der Ausbildung zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn bietet das Klinikum Freising seinen Schülern seit einigen Jahren die Möglichkeit, Praxiserfahrung im Ausland zu sammeln. Voraussetzungen sind Engagement und Zuverlässigkeit, wie auch gute Noten. Ebenso sind Offenheit und Kommunikationsfähigkeit ein Muss, will man in einem anderen Land mit anderer Kultur und Arbeitsweisen zurechtkommen. Bevor es aber überhaupt losging, war viel Geduld nötig, denn eine Bewerbung um ein „Erasmus“-Praktikum der Europäischen Union bedeutet leider auch Papierkrieg. „Ich musste etliche Formulare, Dokumente und Bewerbungsunterlagen – oft in zwei und dreifacher Ausfertigung - beibringen und einen Sprachtest bestehen“, erzählt die junge Krankenpflegeschülerin. Dank Unterstützung durch Eva Gall, Leiterin der Krankenpflegeschule des Klinikum Freising, und die Stellenvermittlung durch die Agentur „ARBEIT UND LEBEN in Bayern“ klappte dann alles und dem Abenteuer Malta stand im September nichts mehr im Wege.
Natürlich blieb auch etwas Zeit für Sightseeing auf Maltas schönen Inseln, doch im Mittelpunkt des Aufenthalts stand die Arbeit: „Die Schüler machen das Auslandspraktikum nicht in ihrer Freizeit, sondern als Bestandteil ihrer praktischen Ausbildung“, betont Schulleiterin Gall. So arbeitete Juliane vier Wochen regulär in einem Pflegeheim in St.Paul´s Bay auf Malta. Dabei lernte sie auch manche Unterschiede zum deutschen System kennen. Statt fester Schichten gibt es eine Tagesarbeitszeit von 7.00 bis 14.00Uhr, die sich zeitlich nach hinten verlängern lässt, und eine Nachtarbeitszeit. Dazwischen liegt die „Tea Time“, die einst die Briten nach Malta brachten. Auch erlebte sie eine enorme Hierarchie zwischen den „Nurses“ (dreijährige Pflegeausbildung) und den „Carer“ (halbjährige Pflegeausbildung). Klagt man hierzulande über unfreundliches Personal oder mangelnde Versorgung, erlebte Juliane, dass es anderswo weit drastischer zugeht: „Alle Abläufe und Aufgaben waren streng nach Protokoll getaktet und das Pflegepersonal sprach mit den Patienten in einem autoritären Ton, den es bei uns so nicht geben würde.“ Ebenso herrschte beim Thema Hygiene große Laxheit und Sparwut. „Eine Handdesinfektion gibt es nicht und Handschuhe sind rationiert“. Neben solchen Unterschieden habe der Pflegealltag auf Malta aber auch Vieles gemein mit der Pflege hierzulande. So herrsche beispielsweise auch dort Pflegenotstand, der sich nur durch Personal aus aller Welt abdecken lässt. Rund 90 Prozent ihrer Kollegen waren Ausländer.

Insgesamt sei so ein Arbeitspraktikum auf jeden Fall eine berufliche und persönliche Erfahrung, findet Juliane. So habe sie ihre Sprachkompetenz vor allem in Fachenglisch gesteigert. Dies komme Patienten im Klinikum Freising sowie am Klinikum rechts der Isar in München zugutekommt, wo Juliane im Rahmen der Kooperation zwischen beiden Kliniken einen Teil ihrer Ausbildung machen kann. Zudem habe sie viel über non-verbale Kommunikation gelernt, weil viele Patienten statt Englisch bevorzugt das für einen Ausländer unverständliche Maltesisch sprachen, und der Kontakt zu anderen Kulturen stärke die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Menschen.

Quelle: Klinikum Freising

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