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03.04.2016 - Flughafenregion

Die Wüste lebt - Saharastaub open end bei uns...!

Laue Luft aus dem tiefsten Süden bei uns - das ist im angehenden Frühjahr keine Besonderheit. Auch dass manchmal über rund 2500 Kilometer feinste Grüße aus der nordafrikanischen Wüste in Form von Saharastaub bis zu uns gelangen, ist kein Novum. Das dies allerdings tagelang erfolgt und mit der Strömung bis zum Mittwoch sogar Südskandinavien erreicht, ist schon eine ausgesprochene Rarität!

Damit verbunden sind allerlei kuriose Phänomene, die wir bestens beobachten können: Der Himmel bleibt auch ohne Wolken eher trüb, fast schmutzig silbrig-bräunlich. Die Sonne kann sich nicht wirklich mit ihrer fortgeschrittenen Strahlkraft in Szene setzen (vergleichbar mit einer partiellen Sonnenfinsternis). Auf den Autodächern und Scheiben hinterlässt der nächtliche Tau staubige Schlieren, ein (Schauer-)Regen innerhalb der Saharastaubzone macht jegliche Autowaschaktionen zunichte!

Und im verschneiten Hochgebirge oder auf Gletschern spricht man sogar vom so genannten Blutregen, der die ansonsten weißen Schneeflächen rötlich-bräunlich macht und daher über Jahrtausende in den vereisenden Schichten dokumentiert bleibt!

Von der Großwetterlage ist das nötige Strömungszusammenspiel nicht sehr ungewöhnlich: Eine Tiefdruckzone - oft von Großbritannien über die Iberische Halbinsel bis Marokko/Kanaren wird im Osten harmonisch ergänzt durch ein langgestrecktes blockierendes Hoch über Osteuropa.

Dabei befinden wir uns in Mitteleuropa genau in einer breiten Südströmung, mit der die hochreichend saharastaub-angereicherte, oft für die Jahreszeit extrem milde (im Sommer heiße) Luft über die Alpen und uns hinweg weiter nach Norden transportiert wird.

Und wie lange hält so eine meteorologische Kuriosität an? Ganz einfach, bis die Wetterlage einen Ruck nach Osten macht, die Tiefs mit ihren Regenzonen weiter zu uns wandern und die Luft schlichtweg sauber gewaschen wird.

Quelle: Agentur Wetter Klima Umwelt

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